Bandhistorie

Als sich im Frühjahr 2014 die Freunde Matthias „Mazze“ Huber und Bastian „Basti“ Brenner, damals noch bekannter als „Cordoban“, dazu entschlossen, eine Band zu gründen, wusste Leadsänger Basti noch nicht, dass er zum Leitfuchs eines wachsenden Rudels werden sollte …

Und doch war dies die Geburtsstunde von Fuchsteufelswild. Bei den ersten Proben stand noch die mittelalterliche Marktmusik im Vordergrund – und obwohl sich diese Ursprünge nie ganz verloren und auch nicht verlieren sollten, experimentierte das Duo bereits in die verschiedensten musikalischen Richtungen. Diese musikalische Vielseitigkeit hat sich Fuchsteufelswild auch bis heute behalten. Die Demo-CD „Um Haaresbreite“ zeigte zwar noch eine Menge der Marktmusik-Wurzeln, machte aber bereits klar: Die Füchse hatten sich mit Haut und Haaren in den Folk verbissen und nicht vor, die Beute wieder laufen zu lassen.

Inzwischen hatte sich der Fuchsbau um zahlreiche Mitglieder erweitert; aus der Findungsphase des ersten Jahres blieb der harte Kern von Gitarrist Wuschel, Bassist Chewie und Bandgründer Basti. Mitgründer Mazze hatte die Band aus beruflichen Gründen 2015 verlassen müssen. Mit Sängerin Simone war eine toughe Frontfrau und engagierte Sängerin gefunden worden, Schlagzeuger Done und Rhythmusgitarrist Tom ergänzten die Truppe zu einer vollständigen Band. Kurz vor dem Release ihres Albums Weltenmeer kam es zu einem fabelgleichen Aufeinandertreffen. Fuchs und Rabe sollten sich begegnen. Corvus Corax nahmen die frechen Füchse unter ihre Fittiche und so stand die Band nach gut eineinhalb Jahren Bandgeschichte bereits zweimal als Suppport von Corvus Corax auf großen Bühnen.

Ebenfalls im Dezember 2015 stellte die Band erstmals das herausragendes Debütalbum „Weltenmeer“ vor; im Februar 2016 feierten sie den offiziellen Release. Die Füchse machten es ihrem sagenhaften Vetter Reineke nach und stießen mit ihrem Konzeptalbum in das Reich der Märchen, Sagen und Legenden vor, denen sie in ihren Songs musikalisch vielfältig und mit pfiffigen Texten nachspürten. Dies konnten sie im Mai ebenfalls beim Wave-Gotik-Treffen 2016 erfolgreich unter Beweis stellen.

Schon im Juli 2016 legte Fuchsteufelswild gewaltig nach: Auf dem Regensburger Spectaculum fand die durch eine erfolgreiche Crowdfundingkampagne finanzierte Aufzeichnung der Live-DVD „…um Welten mehr!“ statt, die „Weltenmeer“ um mehrere Songs erweiterte. Doch der Weg dahin war etwas steinig: Denn aus gesundheitlichen Problemen musste kurz vor der DVD Simone die Band verlassen. In einer absoluten Hau-Ruck-Aktion wurde umgeplant – und so standen bei der DVD Aufzeichnung als Füchse das erste Mal Ella an Flöten und Gesang und Sophie an der Geige auf der Bühne. Mit Gastmusikern wie Tommy Krappweis, Laui von Nachtgeschrei und Musikern von Corvus Corax bereicherten im Juli 2016 nicht nur große Namen die Bühne sondern auch eine ganz andere Art von Konzept: Musik mit Freunden, denn die Herzlichkeit mit der Fuchsteufelswild mit Kollegen umgehen, ist auch in der Folkmusik nicht weit verbreitet.

Es war Liebe auf den ersten Gig – und so stießen direkt zur DVD drei neue Musiker fest zur Truppe dazu. Das Rudel adoptierte mit Ella eine junge Füchsin, deren elfenheller, folkiger Klang seither Bastis rauchigen Tenor unterstützt. Mit den Welpen und Jungfüchsen, der Geigerin Sophie und und dem Multi-Instrumentalisten Phillip hat Fuchsteufelswild eine stabile Basis.

Im September 2016 holten sich die Füchse auf dem Festival Mediaval in Selb einen großen Preis, auch wenn er klein aussehen mag: den renommierten „Goldenen Zwerg“, den Nachwuchspreis der Folk und Mittelalterszene, der die erfolgreiche „zweite Bühnensaison“ der Füchse abrundet.

Bereits im November konnten die Füchse ihren Liveerfolg auch auf DVD feiern, der offizielle Release folgte kurz darauf am 16. Dezember - direkt nach ihrem gefeierten, spontanen Wochenendauftritt beim Mittelalterlichen Lichterweihnachtsmarkt in Dortmund.

Doch die Füchse sind erst am Anfang ihres musikalischen Beutezugs, bissig und hungrig. Das dritte Album wird nicht mehr ewig auf sich warten lassen – die Uhr tickt bereits …